Die Todeskarten des Dr. Schreck

Old School Grusel

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Mindfuck-Level: Anfänger

In den 60er- und 70er-Jahren erfreuten sich Anthologie-Horrorfilme großer Beliebtheit. Hier erzählten Filme mehrere kurze Gruselepisoden, die von einer Rahmenhandlung zusammengehalten wurden. Nicht selten mündete die Rahmenhandlung in einen überraschenden Plot Twist. Die Todeskarten des Dr. Schreck (Originaltitel: Dr. Terror’s House of Horrors) von Freddie Francis ist einer der wenigen Anthologie-Horrorfilme, die ihren Plot Twist so weit treiben, dass sie auch als Mindfuck eingeordnet werden können. Zudem wartet der Film mit verschiedenen Stars des Horror-Genres auf.

Blick in die Zukunft

Fünf Zugreisende teilen sich ihr Abteil mit dem Okkultisten Dr. Schreck (Peter Cushing). Nacheinander legt er seinen Mitfahrern die Tarotkarten und sagt ihnen die Zukunft voraus. Diese scheint für keinen der Passagiere angenehm zu sein.

  • Der Architekt Dawson (Neil McCallum) soll auf einer abgelegenen Insel das Haus renovieren, in dem er aufgewachsen ist. Bei seiner Besichtigung des Hauses findet er im Keller einen eingemauerten Sarg. Der Legende nach soll in dem Sarg ein Werwolf begraben liegen, der es auf die aktuellen Besitzer des Hauses abgesehen hat, da es vor 200 Jahren ihm gehörte.
  • Bill Rogers (Alan Freeman) entdeckt an seinem Haus eine schnell wachsende Pflanze, die er nicht abschneiden kann. Sie tötet den Hund der Familie und droht das Haus komplett einzuschließen.
  • Der Musiker Biff Bailey (Roy Castle) wird während eines Engagements in der Karibik Zeuge einer Voodoo-Zeremonie. Als er die Musik mitschreibt und sie später in seiner Heimatstadt London aufführt, zieht er den Zorn des Voodoo-Gottes auf sich.
  • Franklyn Marsh (Christopher Lee) ist ein angesehener Kunstkritiker, der jede Gelegenheit nutzt, die Bilder von Eric Landor schlechtzureden. Als Landor den Kritiker durch einen Trick beschämt und ihm auch danach das Leben schwermacht, überfährt Marsh ihn mit dem Auto. Landor verliert seine rechte Hand und begeht daraufhin Selbstmord. Doch Landors Hand entwickelt ein Eigenleben und hat es auf Marsh abgesehen.
  • Als Dr. Bob Carroll (Donald Sutherland) von seiner Hochzeitsreise zurückkehrt, wartet im Krankenhaus ein rätselhafter Fall auf ihn. Ein Junge leidet unter mysteriösem Blutverlust. Carrolls Kollege glaubt, dass ein Vampir am Werk ist. Schon bald verdichten sich die Anzeichen, dass es sich dabei um Carrols Frau Nicole handelt.
Quelle: Wicked-Vision Media, DVD: Die Todeskarten des Dr. Schreck
Quelle: Wicked-Vision Media,
DVD: Die Todeskarten des Dr. Schreck

Zurück in die Gegenwart – Das Ende von Die Todeskarten des Dr. Schreck

Die Auflösung von Die Todeskarten des Dr. Schreck

Jedes Mal zieht Dr. Schreck anschließend eine weitere Karte. Diese soll den Reisenden einen Ausewg aus dem vorhergesagten Schicksal aufzeigen. Doch jedes Mal zieht er den Tod. Als die Reisenden fordern, Schreck solle auch für sich selbst die Karten legen, zieht er erneut den Tod. Die Reisenden folgern, dass ein Zugunglück droht. Schreck verschwindet und der Zug hält an einem Bahnhof. Doch es ist nicht der eigentliche Zielbahnhof. Die Reisenden stellen fest, dass das Zugunglück bereits geschehen ist und sie alle schon tot sind. Schreck ist der personifizierte Tod und geleitet sie nun zu ihrem weiteren Schicksal.

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Ende mit Schrecken – Der Mindfuck von Die Todeskarten des Dr. Schreck

Analyse des Mindfuck von Die Todeskarten des Dr. Schreck (mit Nennung vergleichbarer Filme)

Der Mindfuck von Die Todeskarten des Dr. Schreck nutzt ein klassisches Motiv: Wichtige Figuren stellen fest, dass sie längst verstorben sind. Dieses Motiv war insbesondere um die Jahrtausendwende durch The Sixth Sense und eher schwache Abklatsche wie Reeker häufig anzutreffen. Im Vergleich zu neueren Filmen ist Die Todeskarten des Dr. Schreck jedoch sehr zurückhaltend. Der unbewusste Tod der Hauptfiguren ereignet sich zu einem unbestimmten Zeitpunkt innerhalb des Films und beeinflusst die Ereignisse kaum. Für einen Schauer zum Abschluss ist der Mindfuck aber auch hier schon gut.

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Fazit

Mit aktuellen Horrorfilmen hat Die Todeskarten des Dr. Schreck nur wenig gemeinsam. Der Film verzichtet fast vollständig auf Blut und Schockeffekte. Stattdessen erzeugt der Film einen Grusel, wie man ihn eher aus Gespenstergeschichten am Lagerfeuer kennt. Die Besetzung des Films ist exzellent und die einzelnen Geschichten decken eine große Bandbreite klassischen Horrors ab. Hier integriert sich auch das Mindfuck-Element des Films gut. Natürlich wirken die Spezialeffekte inzwischen antiquiert und das Erzähltempo des Films ist eher behäbig. Doch für Genre-Liebhaber hat Die Todeskarten des Dr. Schreck einiges zu bieten.

Weiterführende Links

Die Todeskarten des Dr. Schreck bei www.imdb.com
Die Todeskarten des Dr. Schreck bei www.rottentomatoes.com
Rezension bei Echolog

Bildnachweis: Bilder mit freundlicher Genehmigung der Wicked-Vision Media

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