Filmposter Project Ithaca

Project Ithaca

Angst vor Aliens
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Mindfuck-Level: Einsteiger

Die Frage, ob die Menschheit im Universum nicht allein ist, fasziniert das Filmpublikum schon seit langer Zeit. Neben einigen freundlichen und hilfsbereiten Außerirdischen hat der Film auch schon zahlreiche Alien-Bedrohungen auf die Menschheit losgelassen. Auch in Project Ithaca vom kanadischen Regisseur Nicholas Humphries ist sofort klar, dass die Außerirdischen feindselige Absichten haben. Doch diese klassische Ausgangssituation reichert der Film immer wieder mit Spuren von Mindfuck an.

Nicht allein

In einem Raumschiff kommen sechs Personen zu sich: Der Wissenschaftler John (James Gallanders), der Rockstar Zach (Alex Woods), die heroinsüchtige Alex (Caroline Raynaud), der Sträfling Perry (Daniel Fathers), die Lehrerin Rhonda (Konima Parkinson-Jones) und die mysteriöse Sera (Deragh Campbell). Sie sind durch tentakelartige Fortsätze mit dem Raumschiff verbunden, welches aus ihrer Angst Energie zu gewinnen scheint. Fast alle Gefangenen kennen einander nicht. Allerdings hat John für das US-Militär Experimente mit Sera durchgeführt: Die junge Frau scheint besondere Kräfte zu besitzen.

Nachdem das Raumschiff Rhonda getötet hat, erklärt John seine Arbeit: Das amerikanische Militär weiß, dass Aliens immer wieder Menschen entführen und vermutlich eine Invasion vorbereiten. Sera trägt DNA von Menschen und den Aliens in sich, weshalb mit ihr Experimente durchgeführt wurden. Ziel war es, einen Weg zu finden, die Außerirdischen zu stoppen. John entwickelte väterliche Gefühle für Sera und wurde von dem Projekt abgezogen. Doch ein befreundeter Wissenschaftler injizierte John und Sera Nanotechnologie. So würde niemand Sera und John wirklich trennen können. John vermutet, dass er so mit auf das Raumschiff gelangt ist, als die Aliens Sera entführen wollten.

Quelle: Meteor Film, DVD: Project Ithaca

Rettung zur rechten Zeit? – Das Ende von Project Ithaca

Die Auflösung von Project Ithaca

Die Außerirdischen lassen ihre Gefangenen ihre schlimmsten Erinnerungen erneut erleben. Doch Sera kann rettend eingreifen. Durch ihre Alien-DNA kann sie die Prozesse des Raumschiffs beeinflussen. In seiner Erinnerung erfährt John, dass sein Nanotechnologie-Transmitter gar nicht initialisiert wurde, so dass Sera und er doch voneinander getrennt werden können. Sera kann eine Verbindung zur Erde herstellen und ihre Mitgefangenen retten – sogar Rhonda, denn sie nutzt die Alien-Technologie um die Zeit „zurückzudrehen“. Serra selbst bleibt aber auf dem Raumschiff zurück. Ihrer Ansicht nach hat John durch seine Gefangenschaft alle Informationen, um die Menschheit zu retten. Dennoch legen die letzten Bilder des Films nahe, dass die Alien-Invasion Erfolg hatte.

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Durch Raum und Zeit – Der Mindfuck von Project Ihtaca

Analyse des Mindfuck von Project Ithaca

Project Ithaca greift gleich drei gängige Konzepte des Mindfuck auf:

  • Die Gefangenen können sich nicht daran erinnern, wie sie hergekommen sind und was sie verbindet. Ähnliche Konstellationen lassen in anderen Filmen viel Raum für Überraschungen. In Project Ithaca gibt es allerdings nur zwischen John und Sera eine Verbindung.
  • Immer wieder werden die Realitätsebenen vermischt. Erinnerungen und mentale Projektionen durch die Aliens wechseln sich mit der Realität ab. Zwischen den Projektionen und der Realität scheint es deutliche Wechselwirkungen zu geben.
  • Die Aliens können Zeitreisen durchführen und auch die Protagonisten nutzen die zugehörige Alien-Technologie, um einen unliebsamen Fortgang der Ereignisse rückgängig zu machen.

Jedes einzelne dieser Konzepte vermag einen ganzen Mindfuck-Film zu füllen, wenn es konsequent umgesetzt wird. Project Ithaca streift diese Konzepte allerdings eher, so dass durchaus diskutabel ist, ob es sich überhaupt um Mindfuck handelt. Für Mindfuck-Einsteiger taugt der Film aber allemal, um zentrale Themen des Mindfuck kennenzulernen.

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Fazit

Gerade angesichts des geringen Produktionsbudgets gelingt es Project Ithaca, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen und dem Alien-Raumschiff einen beeindruckenden Look zu verpassen. Die Figuren kommen überwiegend sympathisch rüber, auch wenn viele von ihnen nur eindimensional angelegt sind. Leider verhindert das Skript eine höhere Bewertung: Insgesamt ist der Film sehr dialoglastig und verliert sich gerade in Momenten, die eigentlich Erklärungen anbieten sollen, in schwer nachvollziehbarem Technobabble.

Offensichtlich stand Matrix Pate für einige optische und inhaltliche Ideen. Diesen Vergleich kann Project Ithaca natürlich nicht für sich entscheiden. Für sich betrachtet ist Project Ithaca ein Film mit guten Ansätzen, aus dem aber leider auch noch mehr herauszuholen war.

Weiterführende Links

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Bildnachweis: Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Meteor Film

Bernd Leiendecker
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