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One Way Trip

Ganz mieser Trip

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Mindfuck-Level: Fortgeschrittener

3D-Technologie hat in den letzten Jahren verstärkt Einzug in die Kinos gehalten. Insbesondere Blockbuster aus Hollywood kommen nur noch selten ohne den Einsatz von 3D-Effekten aus. Dagegen tun sich Produktionen aus kleineren Ländern angesichts des technologischen Aufwands und der höheren Kosten häufig schwer mit der Entscheidung, einen Realfilm in 3D zu drehen. Im Jahr 2011 war die schweizerisch-österreichische Koproduktion One Way Trip von Regisseur Markus Welter für beide Nationen der erste 3D-Langfilm. Die Ausgangssituation des Mindfuck-Films erinnert dabei stark an den vier Jahre älteren Shrooms.

Pilze suchen

Fünf junge Freunde um Valerie (Sabrina Reiter) und ihren Bruder Timo (Harry Lampl) brechen zu einem Wochenende im Jura auf. Dort wollen sie halluzinogene Pilze suchen und natürlich auch konsumieren. Bei einer Reifenpanne möchte Valerie im Wald Wasser lassen und wird dabei beinahe von einem unheimlichen Jäger (Herbert Leiser) erschossen, der mit einer Frau (Melanie Winiger) zusammen davonfährt. Während des Reifenwechsels stoßen noch ein Anhalter-Pärchen und Valeries Ex-Freund Lars (Matthias Britschgi) zu der Clique.

Valerie ist weder von der Anwesenheit von Lars noch von der Perspektive, Pilze zu konsumieren, begeistert. Doch schließlich isst auch sie einen Pilz und die acht Urlauber feiern eine berauschte Party. Diese endet jäh, als Timo im Wald angegriffen und schwer verletzt wird. Die Freunde glauben, der bewusstlose Timo sei nur gestürzt und bringen ihn zu einem scheinbar verlassenen Bauernhof. Da sie keinen Handyempfang haben, wollen sie hier die Nacht verbringen und am Morgen nach Hilfe suchen. Doch plötzlich kehrt der Besitzer des Hofes zurück. Es ist der unheimliche Jäger.

Die Flucht versuchen – Das Ende von One Way Trip

Die Auflösung von One Way Trip

Auch die Frau, welche den Jäger schon zuvor begleitet hatte, befindet sich auf dem Hof. Sie tut so, als wolle sie einen der jungen Männer verführen, und tötet ihn dann mit einem Messer. Dies ist der Auftakt zu einer Reihe blutiger Morde, denen die Urlauber nach und nach zum Opfer fallen. Schließlich kämpft Lars mit dem Jäger, während der sterbende Timo die unheimliche Frau töten kann. Valerie fällt bei dem Kampf in ein Loch und verliert das Bewusstsein. Als sie wieder aufwacht, attackiert sie der Jäger, doch sie kann ihn schließlich töten. Doch als sie von einem Rettungswagen abtransportiert werden soll, sieht sie den Jäger und die Frau höchst lebendig vor sich. Ihr dämmert die Wahrheit: Beide sind absolut unbeteiligt. Durch den Pilzkonsum wurden die Urlauber aggressiv und haben sich schließlich gegenseitig getötet. Zuletzt tötete Valerie in Notwehr Lars.

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Die Wahrheit herausfinden – Der Mindfuck von One Way Trip

Analyse des Mindfuck von One Way Trip

Auf den ersten Blick wirkt der Mindfuck von One Way Trip plausibel. Die Urlauber haben Pilze gegessen, damit sie Halluzinationen haben. Also ist es nicht weiter verwunderlich, wenn sie die Geschehnisse nicht so wahrgenommen haben, wie sie wirklich passiert sind. Auch der Kontrollverlust unter Drogeneinfluss erscheint denkbar. Trotzdem lässt einen One Way Trip mit dem Gefühl zurück, dass etwas nicht zusammenpasst. Wenn man nur den Jäger und die unheimliche Frau gedanklich durch die wirklichen Täter ersetzt, sind einige Abläufe so nur noch schwierig vorstellbar. Zudem erscheint unglaubwürdig, dass die Urlauber alle die gleiche Halluzination haben und den Jäger an Stelle ihrer Freunde als Angreifer sehen.

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Fazit

Einen Platz in der alpenländischen Filmgeschichte hat One Way Trip durch seinen 3D-Einsatz sicher. Doch mehr Positives lässt sich zu dem Film nicht sagen. Die Darsteller agieren teilweise sehr hölzern und die Dialoge wirken aufgesetzt. Dazu sind acht Hauptfiguren einfach zu viel, gerade weil es bis zum ersten Mord sehr lange dauert. So werden einige Figuren kaum charakterisiert und können nicht einmal klassischen Horror-Stereotypen zugeordnet werden. Entsprechend fällt es auch schwer, mit ihnen mitzufiebern. Die Mordserie selbst geht dann Schlag auf Schlag, aber da die meisten Figuren dem Zuschauer egal sind, wird ihr Tod eher gleichgültig hingenommen. Der Mindfuck funktioniert wie oben beschrieben auch nicht, also lohnt sich das Anschauen kaum. Nicht mal Splatter-Fans kommen so richtig auf ihre Kosten: Trotz Altersfreigabe ab 18 erscheint One Way Trip nicht blutiger als der Slasher-Durchschnitt.

Weiterführende Links

One Way Trip bei www.imdb.com
Rezension bei www.blairwitch.de
Rezension bei Filmchecker
Rezension bei Fantastic Zero

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